Akupunktur als Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist eine seit mehr als 2000 Jahren bewährte Heilweise und bedeutet das Nadeln bestimmter Punkte um den Fluss der Lebensenergie (Qi) zu erhalten oder wiederherzustellen. Bei der Moxibustion werden dieselben Punkte mit einem Stab aus gepresstem Beifußkraut erwärmt.

Qi fließt in einem Netzwerk von Kanälen oder Leitbahnen, die auch mit den inneren Organen verbunden sind und diese beeinflussen. Fließt das Qi harmonisch und in den richtigen Bahnen herrscht Gesundheit. Fließt es zu schnell, zu langsam, ist es erschöpft oder in grenzüberschreitender Fülle herrscht Krankheit. Durch die Nadelung oder Erwärmung von Akupunkturpunkten auf den Leitbahnen wird der Organismus gezielt stimuliert, sich selbst wieder ins Gleichgewicht zu bringen und damit die Selbstheilungskräfte aktiviert.

 

Zur Akupunkturbehandlung werden sehr dünne Nadeln so gut wie schmerzfrei in die Haut eingestochen. Es werden bis zu 10 Nadeln gesetzt. In der Regel werden diese nach ca. 20 Minuten wieder entfernt. Bei Kindern kann auch nur 1 Nadel genügen, die sofort wieder entfernt wird.

Alternativ kann bei Erwachsenen und Kindern ein Softlaser eingesetzt werden, mit dessen Hilfe die Akupunkturpunkte völlig schmerzfrei stimuliert werden können.

Normalerweise gilt: je älter die Erkrankung, desto länger muss der Patient behandelt werden.

Entsprechend ist bei Kindern mit einem schnelleren Verbesserung der Beschwerden zu rechnen.

Generell kann man jedoch nach ca. 5 Behandlungen die Behandlungsdauer genauer einschätzen.

 

Empfehlung für Akupunkturbehandlung nach WHO

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in den 70er Jahren eine Liste von Erkrankungen herausgegeben, bei denen Akupunktur nachweislich gut hilft. Diese Liste gibt zwar nur einen Teil der möglichen Indikationen wider, doch bietet sie einen guten Überblick über die vielfältigen Anwendungsgebiete der Akupunktur.

Die hier nicht genannten Krankheitsbilder stellen nur einen Auszug dar, d.h. auch andere Krankheiten können behandelt werden.

Bitte fragen Sie nach.

 

Atemwege

  • Akute Sinusitis (Nasennebenhöhlenerkrankung)
  • Allgemeine Erkältungskrankheiten
  • Akute Tonsillitis (Mandelentzündung)
  • Akute Bronchitis

Magen-Darmerkrankungen

  • Akute und chronische Gastritis
  • Hyperazidität des Magens (Magenübersäuerung)
  • Chron.Ulcus Duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
  • Akute und chron. Colitis (Dickdarmentzündung)
  • Obstipation (Verstopfung)
  • Diarrhö (Durchfall)

Augenerkrankungen

  • Akute Konjunktivitis (Bindehautentzündung)
  • Myopie bei Kindern (Kurzsichtigkeit)
  • Katarakt ohne Komplikationen (grauer Star)

Neurologische Erkrankungen

  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Trigeminusneuralgie
  • Fazialisparese
  • Ischialgie
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • Rheumatoide Arthritis
  • Lähmungen nach Schlaganfall
  • Tennisellbogen
  • Morbus Meniere
  • Enuresis nocturna (nächtliches Einnässen)
  • Intercostalneuralgie

 

Die Chinesische Medizin kann natürlich auch im Sinne einer Prävention eingesetzt werden, denn es gilt:

„Grabe nicht erst einen Brunnen, wenn du Durst hast“